Tipps beim Motorrad aufbocken

Bevor die eigentliche Reparatur, Pflege oder Wartung am Motorrad beginnt, sollte man idealerweise das Motorrad aufbocken. Doch bevor man mit dem Anheben des Motorrads beginnt, könnten folgende Hinweis nützlich sein.

Beim ersten Mal

Hilfe? Wer braucht schon Hilfe? So gut wie alle Motorradständer sind doch so gebaut, dass man das Motorrad alleine damit aufbocken kann. ABER: So simpel der Gebrauch solcher Montageständer auch ist, die Nutzung ist beim ersten Versuch einfach ungewohnt. Deshalb rate ich dazu, sich bei erstmaligem Gebrauch eines neuen Motorradständers Unterstützung zu holen. Sicher ist sicher und ein solcher Helfer soll ja grundsätzlich das Umkippen des Motorrads verhindern und nicht der Auslöser für einen möglichen Schaden am heißgeliebten Zweirad sein.

Weiterer Vorteil der helfen Hand: Die meisten Motorradständer müssen vor dem ersten Gebrauch einmalig, beispielsweise auf die korrekte Breite, eingestellt werden. Der Helfer kann das Motorrad aufrecht halten, während man selbst den Montageständer für seine zukünftige Aufgabe fertig „konfiguriert“.

Untergrund

Die Basis für einen guten und vor allem sicheren Stand ist der Untergrund. Sand, Schotter, Gras oder Ähnliches sind ungeeignet, um das Motorrad darauf aufzubocken und ohnehin keine optimale „Umgebung“ für die Wartung oder Reparatur eines Motorrads. Besser geeignete Untergründe sind Asphalt, Beton oder (Stein-)Fliesen. Zusätzlich sollte der Boden eben sein!

Vorderradbremse fixieren

Beim Einsatz eines Hinterrad-Montageständers empfehle ich, die Vorderradbremse zu fixieren. Dies funktioniert am einfachsten mit einem Gummi oder Gurt. Auch wiederverwendbare Kabelbinder mit Klett eignen sich sehr gut für diese Aufgabe. Doch wozu das Ganze? Das Fixieren der Vorderradbremse sorgt dafür, dass sich der Heckständer bedeutend leichter bedienen lässt. Viel wichtiger ist aber, das das Motorrad mit angezogener Vorderradbremse keine Chance hat, beim aufbocken nach vorne wegzurollen. Das wiederum verhindert ein Umkippen.

Schwinge säubern

Setzt man beim Heckständer auf eine Variante mit Universal-Aufnahme (L-förmig), sollte die Schwinge vor der Nutzung des Motorradständers gereinigt werden. So wird gewährleistet, dass die Aufnahme-Gummis des Montageständers nicht auf einem öligen oder schmierigen Film an der Schwinge wegrutschen.

Schwinge schützen

Hat man vor, das Hinterrad auszubauen, empfiehlt es sich, die Schwinge kettenseitig vor der möglicherweise herunterfallenden Kette zu schützen. Dazu bietet es sich an, die Schwinge mit Tape abzukleben oder einen Lappen – beispielsweise mit Kabelbindern – an der Schwinge zu fixieren. So spart man sich ärgerliche Kratzer oder Lackschäden an der Hinterradaufnahme.

Schraube locker?

Ist das Motorrad aufgebockt und das Hinterrad hängt frei in der Luft, lassen sich viele Teile wie Achsmuttern, Kettenträgerschrauben und viele weitere nur noch schwer lockern. Besser ist es deswegen (auch, weil es deutlich sicherer ist) solche Schrauben bereits vor dem Aufbocken zu lösen. Dies gilt übrigens auch umgekehrt: leichter und sicherer lassen sich die Schrauben am Ende wieder ohne Motorradständer festziehen.